1:495 - Schlechte Aussichten?

In den folgenden Überlegungen wollen wir (zugegeben ein wenig überzeichnet) darstellen, warum sie in 495 Fällen gute Chancen haben, 494 Mal nicht (!) die richtigen Dinge zu tun.
Dabei wollen wir keine mathematische Gesetzmäßigkeit aufstellen, sondern vielmehr zum Nachdenken anregen.

Wie kommen wir zu dieser Behauptung?

Der Mensch neigt zum folgenden “menschlichen” Verhaltensmuster (man vgl. etwa auch Portia Nelson’s ”Autobiographie in fünf Kapitel”):

  1. Ein Problem besteht – Sie erkennen es nicht und tun nichts.
  2. Ein Problem besteht – Sie schauen bewusst weg und tun nichts.
  3. Ein Problem besteht – Sie reden es klein und tun nichts.
  4. Ein Problem besteht – Sie erkennen es, wissen aber keine Lösung und tun nichts.
  5. Ein Problem besteht – Sie erkennen es, wissen eine Lösung und tun was.

Zu dieser bereits einigermaßen schlechten Ausgangsposition von 1:5 kommt nun die Tatsache, dass es für eine Aufgabe stets viele Lösungswege gibt. Nicht alle sind gleich gut. Die Statistik besagt - 1:99 Regel: 

  • 33% der gesetzten Maßnahmen haben negative Auswirkungen
  • 33% der gesetzten Maßnahmen haben keine Auswirkungen
  • 33% der gesetzten Maßnahmen haben geringe positive Auswirkungen
  • 1% der gesetzten Maßnahmen bringt wirklich eine Verbesserung!

Zur Untermauerung dieser Aussagen wollen wir auch auf ein paar Beispiel-Geschichten hinweisen: Gartenteich, Cobra-Problem, Verkehr in Mexiko-City

Kommt nun Widrigkeit zu Widrigkeit, so erhalten wir im Worst-Case tatsächlich 1:495 (= 5*99).
Dass dieser Worst-Case aber gar nicht so unwahrscheinlich ist, zeigen die folgenden, wieder allzu menschlichen Eigenschaften:

  • Der Mensch ist ein Gewohnheitstier (und macht die Dinge gerne so, wie er sie immer gemacht hat)
  • Der Mensch ist ein Herdentier (und macht die Dinge lieber so, wie sie die anderen auch machen)
  • Der Mensch liebt Sicherheit (und glaubt was früher funktioniert hat, wird auch in Zukunft passen)
  • Der Mensch hasst Veränderungen (und will Neues nicht so gerne ausprobieren, lieber keine Experimente)

Was kann man nun tun, um die Chancen auf “richtiges” Handeln zu erhöhen? Lesen Sie hier weiter.

Motto der CYBERdays

„Schlechte Zeiten sind gute Zeiten für gute Firmen“

Günther Tengel, GF Jenewein&Partner

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Das letzte CYBERdays Event war am 16.03.2010 in der Sykbar, Wien

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