Unternehmen stellen sich vor: Der GEWINN

scheiblauerlogo_gewinnIm Rahmen unserer CYBERdays-Aktion “Unternehmen stellen sich vor” waren wir am Do. 23. April 2009 beim Wirtschafsblatt GEWINN zu Besuch und durften ein Interview mit Prok. Herbert Scheiblauer führen. Dabei konnten wir ein wenig hinter die Kulissen eines österreichischen Wirtschaftsblattes schauen und etwas über die internen Arbeitsprozesse lernen.

Prok. Herbert Scheiblauer ist seit Anfang an beim Unternehmen GEWINN und für die Bereiche Anzeigen und Marketing verantwortlich.

Was ist GEWINN?

GEWINN ist ein österreichisches Wirtschaftsmagazin, das sich ganz der Linie „Das Wirtschaftsmagazin für Ihren persönlichen Vorteil” seiner Leser verschrieben hat. GEWINN wurde 1982 gegründet und erscheint monatlich (elf mal pro Jahr mit einer Doppelausgabe Juli/August). Im Verlag, der GEWINN herausgibt, erscheinen außerdem TOP-GEWINN exklusiv für GEWINN-Abonnenten und mehrere Fachbücher pro Jahr. GEWINN ist außerdem Veranstalter mehrerer Seminarreihen und Mitorganisator der seit 1991 stattfindenden GEWINN-Messe in Wien.
Zur Zeit sind ca. 50 MItarbeiter bei GEWINN beschäftigt.

Wer steht hinter GEWINN?

Das Wirtschaftsmagazin GEWINN wird von der Wailand & Waldstein GmbH publiziert, einem unabhängigen österreichischen Privatunternehmen, hinter dem die beiden Gründer und Herausgeber Dr. Georg Wailand und Georg Waldstein stehen.  

Das Interview:

CYBERhouse: Herr Scheiblauer, herzlichen Dank, dass Sie uns im Rahmen unserer CYBERdays- Aktion „Unternehmen stellen sich vor” ein wenig über die Schulter blicken lassen und uns ein paar Geheimnisse über Ihre internen Arbeitsprozesse verraten wollen.
Gleich zur ersten Frage: Gibt es bei Ihnen im Unternehmen so etwas wie ein Leitbild?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Definitiv ja. Wir sind seit der Gründung im Jahr 1982 unserer Unternehmens-Mission stets treu geblieben. Wir sehen nämlich seit damals unsere Verpflichtung darin, einer möglichst breiten Bevölkerungsschicht Informationen und Serviceleistungen aus der Wirtschaft nahezubringen, an die sie sonst nicht so leicht kommen würden.
Obwohl sich die Zeiten durch die fast unbegrenzten Möglichkeiten, mithilfe des Internets an Informationen zu gelangen, in den letzten 27 Jahren radikal verändert haben, gilt dieser Anspruch auch heute. Wir sehen uns immer noch als Ratgeber in wirtschaftlichen und finanziellen Lebensfragen.

Sie müssen bedenken, dass im Jahr 1982 noch die SPÖ eine absolute Mehrheit im Land hatte und ein Großteil der Industrieunternehmen verstaatlicht war. Die Privatwirtschaft spielte eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Damals war es „verpönt”, einen unternehmerischen Gewinn zu machen und auch noch darüber zu sprechen. Dementsprechend war der Name GEWINN bei der Unternehmensgründung damals so etwas wie eine Provokation.

CYBERhouse: Sie wollen damit sagen, dass die Zeit damals noch gar nicht reif für eine Wirtschaftszeitschrift wie den GEWINN war?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Richtig. Damals hat man es etwa den Rechtsanwälten oder Steuerberatern zugebilligt, reich zu sein und große Autos zu fahren. Bei den Industriellen ist eher die Assoziation an Korruption und „Illegalität” aufgekommen. Das hat so gar nicht in den sozialistischen Alltag gepasst. Das war sicherlich ein sehr gewagter Schritt der damaligen Gründungsväter und (noch) heutigen Eigentümer Prof. Dr. Georg Wailand und Georg Waldstein. Sie waren ihrer Zeit um ca. 3 Jahre voraus. Dementsprechend mühsam und mit mäßigem Erfolg haben sich auch die ersten Jahre gestaltet. Die Wende trat dann 1985 ein, in dem Jahr, als auch die Wiener Börse aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküsst wurde.

CYBERhouse: Und dann gab es plötzlich einen Markt für ein Wirtschaftsblatt?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Ja, und um wieder auf unser Leitbild zurück zu kommen, da konnte der GEWINN so richtig beginnen, sich entsprechend als Ratgeber für interessierte Menschen in wirtschaftlichen Belangen zu etablieren. Dabei unterscheiden wir die drei Hauptkategorien:
- Ratgeber in Geldanlagen
- Ratgeber für den beruflichen Erfolg
- Ratgeber in Steuer- und Rechtsangelegenheiten.
Bei uns steht auch der Service im Mittelpunkt und nicht rein das beschreibende Medium.

CYBERhouse: Was verstehen Sie unter „Service”?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Zum Beispiel Aktien- und Marktanalysen, Gehaltsvergleiche, Preisvergleiche, Produktübersichten und Produktempfehlungen, das Erklären von neuen Steuergesetzen oder die wichtigsten Tipps für einen Mietvertrag. Also Dienstleistungen, die beim Leser einen echten Mehrwert schaffen. Wir filtern aus der Überfülle an Informationen jene heraus, die dem Leser reale Vorteile bringen. Weiters bieten wir ein umfangreiches Seminarangebot an (etwa Börsenseminare, Fachtagungen) und wir geben regelmäßig Fachbücher heraus.

CYBERhouse: Ist dieses von Ihnen geschilderte Leitbild allen Mitarbeitern bekannt und bewusst? Oder anders gefragt: Was machen Sie, damit dieses Leitbild nicht nur auf dem Papier existiert?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Das Leitbild und die damit verbundenen Unternehmenswerte (wie eben der Service-Charakter und die moralischen Grundsätze) werden bei uns Tag für Tag gelebt und kommuniziert. Ich glaube, dass unsere Unternehmensphilosophie im Haus permanent spürbar ist. Damit ist das Identifizieren mit unserem Leitbild quasi eine Grundvoraussetzung, damit sich ein Mitarbeiter bei uns überhaupt wohl fühlen kann. Wir achten auch bereits bei der Einstellung darauf, dass die Bewerber zu unserer Kultur passen.
Wir sind auch sehr stolz auf die Tatsache, dass es in unserer 27-jährigen Unternehmensgeschichte noch keine einzige Kündigung gegeben hat. Und die wenigen langjährigen Mitarbeiter (Herr Schindlauer führt diese einzeln mit Namen auf), die uns verlassen haben, wollten sich auf einem neuen Gebiet weiterentwickeln. Aber die Tatsache, dass sie alle auch außerhalb der GEWINN-Familie erfolgreich wurden, spricht für die gute Basis, die wir gelegt haben.

CYBERhouse: Kommen wir nun zu ein paar organisatorischen Fragen. Wie ist der GEWINN strukturell aufgestellt?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Wir haben sehr flache Hierarchien. Ganz oben stehen die beiden Eigentümer und ein Geschäftsführer. Ich selber habe die Prokura und bin für das Marketing und den Anzeigenbereich verantwortlich, die leitenden Redakteure und die anderen Bereichsverantwortlichen (wie etwa für Produktion und IT, usw.) stehen alle auf der selben Stufe. Aber das ganze System funktioniert nicht wie eine klassische Pyramide, bei der nur der jeweilige Vorgesetzte die Entscheidungen trifft und die Arbeitsanweisungen gibt. Vielmehr ist jeder Mitarbeiter direkt für seinen unmittelbaren Bereich zuständig. Hier verfügt er auch über die notwendige Entscheidungsgewalt und trägt auch die entsprechende Verantwortung. Dafür ist natürlich wiederum notwendig, dass jeder Mitarbeiter genau seinen eigenen Kompetenzrahmen kennt und auch nach den gleichen Werten entscheidet. Hier sieht man wieder die Wichtigkeit eines gelebten einheitlichen Leitbildes. Die Kontrolle erfolgt direkt durch die Kollegen. Das ist durch die enge Verzahnung in den Abläufen möglich. Nicht-motivierte oder nicht-begeisterte Mitarbeiter würden dadurch sofort auffallen. Dieses System funktioniert bei uns sehr gut und hält auch die internen Prozesskosten sehr niedrig. Wir sind uns aber durchaus bewusst, dass ein solches System nur bis zu einer bestimmten Mitarbeitergröße funktioniert.

CYBERhouse: Sie sind ja in einem Umfeld tätig, in dem Information, Kommunikation und Erfahrungsaustausch extrem wichtig ist. Wie organisieren Sie den „Produktionsprozess” einer Zeitschriftausgabe von der Idee bis zum Druck?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Wir haben einen mehrstufigen Prozess, um unsere monatlich erscheinenden Ausgaben zu produzieren. 2-mal im Jahr begeben wir uns auf eine ganztägige Redaktions-Klausur. Daran nehmen unsere 11 Schlüssel-Mitarbeiter teil und es werden die „Leitplanken”, d.h. die grobe Ausrichtung, für die nächsten 6 - 12 Ausgaben geplant. Mit diesem Ergebnis gehen wir in die Detailplanung. Dazu haben wir jeden Montag eine erweiterte Redaktionssitzung, bei der Vertreter aus allen Bereichen teilnehmen (vom Eigentümer bis zum leitenden Redakteur und leitenden Produktions-Mitarbeiter). Da werden jeweils 1-2 Ausgaben behandelt, wobei jeder Montag in einem 4-Wochenzyklus unter einem eigenen Schwerpunkt steht (4 „Sublines”):
1. Redaktionssitzung: Heftplanung / Brainstorming. Jeder ist hier aufgefordert, seine Ideen einzubringen, die allerdings im Rahmen der 6-Monatsplanung bleiben sollten. Aktuelle Ausnahmen sind dabei natürlich zugelassen. An dieser Stelle darf noch nicht kritisiert werden, „alles” ist erlaubt - wie beim richtigen Brainstorming.
2. Redaktionssitzung: Berichte der Redakteure, was die erste Recherche der im 1. Subline aufgegriffenen Themen ergeben hat.
3. Redaktionssitzung: „Best of” Themen werden definiert. Jetzt wird erstmals der eigentliche Inhalt der Ausgabe beschlossen.
4. Redaktionssitzung: Seitenspiegel, Feinpalnung für die nächste Ausgabe.
Einmal pro Monat dauert die Redaktionssitzung statt der üblichen 2 Stunden einen ganzen Nachmittag. Dann wird auch die sogenannte „Blattkritik” gemacht. Dazu muss jeder der 11 Schlüssel-Mitarbeiter 1-mal im Jahr eine komplette Ausgabe von vorne bis hinten genau durchlesen und dann in 30 Minuten seine Kritik anbringen. Angesprochen soll dabei alles und in einer größtmöglichen Offenheit werden. In der anschließenden Diskussion soll dann im Sinne einer Retrospektive für die Zukunft gelernt werden. Damit versuchen wir einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu leben.

CYBERhouse: Das hört sich ja spannend an. Bringt sich da der Blatt-Kritiker nicht unmittelbar in das Spannungsfeld zwischen „Nestbeschmutzer” und „Einschleimer”?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Bei uns ist offene Kritik möglich und erwünscht - ja, sie wird sogar eingefordert! Nur so können wir wirklich besser werden. Natürlich sind mitunter die Kritikpunkte nicht angenehm. Zum Beispiel wenn zuweilen wirklich schlampig gearbeitet worden ist. Dann versuchen wir die Gründe dafür zu finden und gegenzusteuern. Es wird aber eben nicht in erster Linie ein Schuldiger gesucht, sondern Lösungen. Bei uns darf man Fehler machen, das entspricht auch unserer Unternehmenskultur. Aber man sollte aus Fehlern lernen und diese daher möglichst nur einmal machen. Durch diese Einstellung ist eine konstruktive Blattkritik auch erst möglich.

CYBERhouse: Richten Sie bei der Blattkritik auch den Blick nach außen und analysieren beispielsweise, was der Mitbewerber eventuell besser macht?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Wir haben ca. 3 Jahre lang eine zusätzliche Blattkritik von Unternehmensfremde, d.h. von ausgewählten Lesern, durchgeführt, damit wir eben nicht betriebsblind werden. Das haben wir aber mittlerweile wieder eingestellt, weil interessanterweise in Summe nicht viel dabei herausgekommen ist. Hauptgrund war, dass diese externen Kritiken zu oberflächlich, zu „lasch” und daher zu wenig greifbar waren. Wir konnten keine konkreten Verbesserungsmaßnahmen daraus ableiten. Entweder waren die Leser überrascht, wie viel schon in den Berichten steht (das ist ihnen teilweise erst durch das „aufgezwungene” Detaillesen aufgefallen) oder sie haben sich eben nicht getraut, Schwachpunkte ganz offen und unverblümt zu kritisieren.
Zu Ihrer Frage bzgl. der Mitbewerber-Beobachtung: Es gibt bei uns eine Redakteurin, die die Titelgeschichten von unseren deutsch- und englischsprachigen Mitbewerbern liest und einmal im Monat im Rahmen der Redaktionssitzung darüber berichtet.

CYBERhouse: Binden Sie Ihre Leser auch als Ideenlieferant für neue Themen oder Titelgeschichten ein - im Sinne von „Kunde als Innovationsmotor”?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Auch das haben wir versucht. Unsere Erfahrung dabei war aber, dass die Leser nicht oft mit wirklich neuen Themen kommen. Da ist selten wirklich was rausgekommen. Ich glaube auch, dass das gerade die Verantwortung und die Kunst des Blattmachers ist. Wir verfolgen daher mehr den indirekten Ansatz über die Leser- und Marktreaktion. Wo entstehen Diskussionen, was regt auf, welche Aktionen zeigen einen guten Zulauf? Darauf müssen wir reagieren und dabei beziehen wir das Feedback unserer Leser natürlich ein. Im Zeitalter des E-Mails werden ja mehr Leserbriefe denn je geschrieben. Wir versuchen, auf jedes einzelne E-Mail auch zu antworten. Das kann mitunter durchaus anstrengend sein, das sind wir aber unseren Lesern schuldig. Unsere Leser sind generell sehr inhalts-orientiert, und auf dieser Ebene bekommen wir auch wichtige Rückmeldungen. Die Kollegen von der Layout-Gestaltung sind da mitunter neidisch, weil sie vergleichsweise wenige Reaktionen erhalten.

CYBERhouse: Welchen Stellenwert haben Online-Medien bei Ihnen im Haus?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Wir haben natürlich einen eigenen Web-Auftritt www.gewinn.com. GEWINN sieht sich aber in erster Linie als Print-Anbieter, das Internet wird als reines Zusatzangebot gesehen. Ein weiterer Leitsatz bei uns lautet: „Alles was man macht, muss sich auch rechnen”. Als eher kleines Unternehmen ist das schon aus wirtschaftlichen Überlegungen notwendig. Und das ist genau der Punkt: mit einer Online-Redaktion kann man heute in Österreich (und wahrscheinlich auch weltweit) kein Geschäft machen. Der Internet-User ist nicht bereit, für qualitativ gute Information zu bezahlen. Aus diesem Grund hat GEWINN auch keine eigene Internet-Redaktion.

CYBERhouse: Aber was ist mit dem eingesetzten Online-Werbebudget. Man hört ja überall, dass hier trotz Wirtschaftskrise die Investitionen laufend steigen?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Zuerst einmal: Es sind keine offiziellen Zahlen bekannt, wie viel wirklich in Online-Werbung investiert wird und wie (stark) diese Investitionen tatsächlich steigen. Ich bin Mitglied im Board „Digitale Medien” und habe dadurch einen sehr direkten Einblick in diese Materie. Sicher ist jedenfalls, dass im Vergleich zu den klassischen Medien (Print, TV, Radio, usw.) immer noch ein verschwindend kleiner Betrag für die Online-Werbung ausgegeben wird. Die genannten Steigerungsraten, auch wenn diese 2-stellig sein sollten, finden daher auf relativ niedrigem Niveau statt. Auf der anderen Seite kommt noch dazu, dass dieser Etat auf „unendlich” viele Werber aufgeteilt werden muss. Jede kommerzielle oder private Web-Site ist eine potentielle Werbefläche. Damit stehen wir vor der Situation, dass Weniges auf Viele aufgeteilt werden muss. Davon kann, wie gesagt, eine Online-Redaktion nicht leben oder zumindest bis jetzt nicht leben.

CYBERhouse: Trotzdem nimmt der Anteil der Online-Medien im Vergleich mit den Printmedien rasant zu?

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: Das ist richtig und gleichzeitig das Dilemma. Besonders am amerikanischen Markt kann man diese Entwicklung deutlich sehen. Dort gibt es keine einzige positive Online-Ausgabe bei einem gleichzeitigen und andauernden Print-Ausgaben-Sterben. Besonders betroffen sind die überregionalen Medien. Hier haben wir in Europa und insbesondere in Österreich wahrscheinlich einen strukturellen Vorteil, da es hier wenig echte überregionale Blätter gibt, wie etwa die Frankfurter Allgemeine. Im Vergleich dazu ist unsere Kronenzeitung auch nur ein Regionalblatt.
Skandinavien ist der einzige Markt, wo mit einer Online-Redaktion nicht notwendigerweise Verlust gemacht wird. Das liegt aber daran, dass dort etwa für Banner-Werbung ähnlich viel bezahlt wird, wie im Print. Die genauen Gründe dafür kennen wir nicht. Daher ist in nächster Zeit auch eine „Studienreise” in diese Gegend geplant.

CYBERhouse: Zum Abschluss noch die unvermeidliche Frage nach den spürbaren Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise und Ihre Einschätzung für die Zukunft.

Prok. Herbert SCHEIBLAUER: GEWINN hat einen sehr fokussierten Kundenstamm. Wir merken daher keinen Rückgang beim Zeitschriftenverkauf, hier profitiert vielleicht sogar leicht von der Wirtschafts- und Finanzkrise. Wir verzeichnen aber beträchtliche Einbußen bei den Inseraten und generell am Anzeigenmarkt. Unsere Hauptkunden kommen aus dem Finanzsektor sowie aus der Automobil- und produzierende Industrie. Alle diese Bereiche stehen zurzeit unter massivem Druck. Es gibt überall Kurzarbeit und Entlassungen. Wenn auf der einen Seite bei den Mitarbeitern eingespart wird, kann man rein schon aus „optischen” Gründen auf der anderen Seite keine großen Werbekampagnen starten. Ich glaube, dass wir noch einige Jahre brauchen werden, um diese Probleme zu überwinden. Und danach werden wir uns alle mit einem reduzierten Lebensstandard abfinden müssen.

CYBERhouse: Das sind keine allzu rosigen Aussichten. Ich bedanke mich aber jedenfalls für das Gespräch.

was_sie_schon_immer_wissen_wollten_01 Was Sie sonst noch immer schon über den GEWINN wissen wollten, kann hier nachgelesen werden.

Motto der CYBERdays

„Schlechte Zeiten sind gute Zeiten für gute Firmen“

Günther Tengel, GF Jenewein&Partner

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Das letzte CYBERdays Event war am 16.03.2010 in der Sykbar, Wien

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